Mittwoch, 18.05.2022 04:31 Uhr

Aktiver Manuka Honig besiegt resistente Bakterien

Verantwortlicher Autor: Christopher McKenzie Chur, 05.01.2022, 10:52 Uhr
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Südseemyrte
Südseemyrte  Bild: malubeng - https://pixabay.com

Chur [ENA] Immer mehr Kliniken schätzen Manuka-Honig bei der Wundbehandlung. Denn gegen Manuka-Honig scheinen die Bakterien bislang keine Widerstandskraft, eine Resistenz, entwickeln zu können. Auch Ärzte setzen verstärkt medizinischen Honig ein, um Wunden zu behandeln.

Ein entscheidender Vorteil in Zeiten, in denen viele herkömmliche Antibiotika gegen verbreitete Krankenhauskeime nichts mehr bewirken. Je nach Honigsorte unterscheidet sich aber die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe deutlich - folglich auch deren medizinische Wirksamkeit. Wichtiger Lieferant für Heilzwecke ist der neuseeländische Manuka-Honig. Seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung soll die anderen Sorten übertreffen.

Die besonderen Eigenschaften des Honigs wurden mittlerweile wissenschaftlich bewiesen - der Manuka-Honig ist antiseptisch, entzündungshemmend, wundheilend und antioxidativ. Daher wird Manuka-Honig unter anderem bei Husten und Rachenentzündungen, bei Magen-Darm-Beschwerden sowie zur Desinfizierung von Wunden und bei Hautkrankheiten eingesetzt. Diese hervorragenden Eigenschaften kann der Mensch für seine Bedürfnisse und Beschwerden bestens nutzen!

Manuka-Honig stammt aus Neuseeland. Honigbienen der Art Apis mellifera sammeln den Nektar der Südseemyrte (Leptospermum scoparium) und produzieren daraus den Honig. Manuka-Honig zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Methylglyoxal sowie Leptosperin aus und unterscheidet sich dadurch von anderem Honig. Forscher sehen Methylglyoxal als hauptverantwortlich für die antibakterielle Wirkung von Manuka-Honig an (1).

Denn Manuka-Honig wirkt effektiv gegen verschiedenste Keime, wie mehrere Studien nachwiesen (2-4). Manuka-Honig ist mit unterschiedlichem Gehalt an Methylglyoxal im Handel erhältlich. Auf den Produkten ist der sogenannte UMF-Wert (unique manuka factor) zu finden, der die antibakterielle Wirkung widerspiegelt und mit dem Gehalt an MGO (Methylglyoxal) zusammenhängt. Der UMF-Wert ist nur auf der Verpackung zu finden, wenn der Honig auch in Neuseeland abgefüllt wurde und der Imker die notwendige Zulassung dafür besitzt.

Manuka-Honig als Hausmittel kann bereits jetzt dem einen oder anderen Linderung verschaffen, beispielsweise bei Halsschmerzen, gelegentlichen Zahnfleischentzündungen und auch bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis könnte es in Absprache mit dem behandelnden Arzt ein Versuch wert sein, Manuka-Honig auszuprobieren. Fragen Sie deshalb vorher Ihren Arzt bevor Sie damit eine Behandlung beginnen.

Leider gibt es diesen hochwertigen Manuka-Honig aus Neuseeland meist nur in PET-Behältern, kaum vorstellbar, dass ein hochwertiges Produkt so verpackt wird. Gerade im Zeitalter des gewollten Plastikabbaus zum Klimaschutz macht es Sinn, diesen Manuka-Honig auch in Gläsern abzufüllen. Wir haben viele Honige im PET-Glas getestet und bei einigen „schmeckt“ man tatsächlich Plastik heraus.

Bei der Suche nach einem nachhaltig abgefüllten Manuka-Honig fanden wir im Bienenlädchen (Baden, Österreich) einen Manuka-Honig, der im ultravioletten Biosphären-Glas abgefüllt ist. Die Firmeninhaberin Elfi Firnhammer hat diesen „Berg Gold Manuka“ erst seit Dezember 2021 im Sortiment und ist begeistert, dass dieser direkt in Neuseeland in Gläsern abgefüllt wird. Die Nachfrage danach sei sehr hoch und dieser sei wohl jetzt auch in Deutschland erhältlich, so Firnhammer. Wir werden das Recherchieren und unseren Lesern auf dem Laufenden halten.

Quellennachweis: (1) Mavric, et al.(2008) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18210383 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/mnfr.200700282 (2) Allen, et al.(1991) A survey of the antibacterial activity of some New Zealand honeys. J Pharm Pharmacol.43(12):817-22. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1687577 (3) Willix, et al.(1992) A comparison of the sensitivity of wound-infecting species of bacteria to the antibacterial activity of manuka honey and other honey (4) Carter, et al.(2016) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27148246

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